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CASTLE ROCK 2010 PDF Drucken E-Mail

4.-5.6.2010 Schloss Broich, Mülheim an der Ruhr

Auch in 2010 öffnete das Schloss zu Broich die Tore für zwei Tage und wartete mit einigem Prunk auf.
Im Gegensatz zu 2009, wo es am Freitag fast eine Sintflut gab, strahlte diesmal die Sonne auf die armen, armen schwarzen Besucher Cool.

ImageEs ist immer schwer den ersten Part zu spielen und direkt die Massen zu begeistern. Manch eine Band schafft das, andere verfehlen leicht das Ziel...
Bei "The Flaw" hielt es sich im Mittelfeld. Ein paar Songs (The Gift, Different Kinds of Truth) konnten schon überzeugen, aber der Grossteil war leider etwas schwach.
Aber es war noch früh und die 1500 (!) Besucher hatten so die Gelegenheit an den Ständen ihre Euros zu verteilen Winken


Als zweiter Musical Act des Tages kam dan Heimaterde an die Reihe. Das machte natürlich etwas her. Wenn Ritter in einem Schloss auf die Bühne schreiten, denkt man sofort an Schwerkampf und viel Blut. Nun die Ritter kamen bei diesem Auftritt gut weg, anders die Bandmitglieder, die sahen (wie gewohnt) etwas "mitgenommen" aus. Kampfgezeichnete Gesichter und viel Action auf der Bühne waren angesagt. Die Mischung zwischen Elektro (aus dem PC) und Mittelaterklängen ist ja recht angesagt dieser Tage und man merkte, dass einige Fans in der Menge waren, die eifrig mitmachten. Zum Höhepunkt der Show zählte natürlich auch der Gastauftritt von "Lex" Wohnhaas von Megaherz, die als nächstes auf die Bühne kamen. Heimaterde hatten für Megaherz einen Remix für Heuchler angefertigt und hier konnten man sich perfekt dafür bedanken.

 

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Wie schon gesagt, waren Megaherz als nächstes an der Reihe. Übrigens ein interessantes Line-up für den Freitag... Megaherz und Eisbrecher hintereinander auf die Bühne zu bringen birgt schon für den ein oder anderen Spruch Winken Schliesslich ist der Felgen-Checker Alex Mitbegründer von Megaherz und so wurde natürlich gewitzelt und getuschelt, wie das Mädels halt so machen, ähem hier natürlich eher die Jungs Winken
Aber zurück zu Megaherz. 12 Songs gab es auf die Ohren. "Von Glas und Tränen" über "Fauler Zauber" bis hin zu "Miststück" als Zugabe. Bei Kopfschuss wurden ordentlich die Fäuste in die Luft gereckt und Lex wusste gekonnt, die Menge anzuheizen. Richtig laut ging es daher im Schlosshof.

Irgendwie ist es eh in den letzten Jahren seit dem Auftritt von Cultus Ferox lauter geworden, wie mir scheint... Jedenfalls konnte man sich den harten Gitarren und eingängigen Refrains nicht entziehen. Da hat es Eisbrecher schon schwer noch einen draufzulegen...

 

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ImageAber als nach knapp 45 Minuten Umbau der Checker mit seinen Jungs auf die Bühne kam, im dicken Winter-Parka (oh-ha), gab es erstmal ein Fünkchen Ironie. Wie schön es doch ist, wenn man sieht, dass die alten Früchte (Megaherz) auch weiter wachsen auch ohne einen selber Cool... Ja, welch ein... Lob.

Und einen Kniefall mit Stossgebet gab es auch noch! Ein Dankgebet, auf das gute Wetter. Nun ja im letzten Jahr hatten die schweizer Metalspürhunde von "Bösem Wetter" gesungen und kurz darauf hatte es aus Eimern geschüttet. Zum Glück hatte der Wettergott bei der "Eiszeit" von Eisbrecher ein Einsehen und zeigte nicht seine ironische Seite Winken. Dann ging es aber kräftig los.
Mit "Angst", "Willkommen im nichts", "Böse Mädchen" und brrr.... "Tränen lügen nicht" von Michael Holm (alles schlimme aus der Kindheit holt einen immer wieder ein...).

Als Zugabe gab es zuerst ein richtiges Gehämmere auf HipHop Tonnen zu "Amok" und dann zum Abschluss als Deja vú das "Miststück". Wer nun das grössere an diesem Abend war? Nun obwohl sich die beiden Stimmen ähneln sich beide doch wirklich komplett eigenständig und anders geartet. Der Checker prüft nebenher Autos und Lex schreibt Bücher... Somit sind alle Lebensbereiche abgedeckt und ein Jeder muss entscheiden, ober lieber schraubt oder liest...

ImageUnd weiter geht es mit dem Samstag Programm. Auch hier hat sich Michael Bohnes -noch einmal ein grosses Lob an das gute Set in deine Richtung-  wirklich Mühe gegeben.
Mir gefiel der Samstag noch besser als der Freitag, aber das ist ja subjektiv. Den Anfang machte Eden weint im Grab. Mir schon ein Begriff, da wir deren CD bei uns besprochen hatten. Recht rockig mit ein bisserl Orgel hier und da haben Eden weint im Grab ihr bestes, aber auch diesmal hatte der Opener es nicht einfach im Schloss, was an diesem SEHR sonnigen Tag auch am Wetter lag. Da musste man öfters abtauchen und den Schatten aufsuchen. Ein Blick auf die Bühne konnte ohne Sonnenbrille schon schmerzhaft sein.
Seelenzorn als zweiter Act des Tages zog natürlich die Augen (aller Frauen) trotz jeglicher Sonne auf sich Winken Schon auf unserem Festival in 2009 war klar, dass die drei Sänger so einige Frontmänner in den eiskalten Schatten stellen und das nicht nur durch ihr Auftreten (sorry Jungs, aber das müssen wir leider neidvoll zugeben). Gesanglich perfekt aufeinander eingespielt war das echt ein Highlight des Tages. Direkt als Eröffnung gab es ein "Töte alles" gefolgt von "Eisherz" zu "as du träumst" wollten Seelenzorn gern, das sich alle hinsetzen, aber nachdem keiner nachkam, setze man sich halt selber Lächelnd

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ImageNach so einem Auftritt hat man es als Folgeband schon schwer. Und The Vision Bleak gab wirklich alles, selbst Merchandise Shirt flogen von der Bühne Lächelnd
Ansonsten waren dei 45 Minuten guter Goth Rock mit kräftigen Drum-Passagen und kräftiger, tiefer Gesang. Auch hier kann man die aktuelle CD nur empfehlen (siehe CD Tipps).
Dann freute ich mich auf den Auftritt von Krypteria. Zwar hatte ich die Band 2009 auf dem Mera Luna schon mit der Fatal Kiss Tour gesehen, aber Ji-In Cho und ihre Mannen sind schon echt guter Rock. Und als zweite Frontfrau auf dem Castle Rock war Ji-In  natürlich sofort auf Platz 1. Ein wirklich guter Auftritt. Angefangen mit "Shoot Me", weiter mit "Ignition" und natürlich zum Abschluss "My fatal Kiss". Schade, dass sie nur sieben Songs spielen konnten, aber so ist das leider bei einem Festival.

 

ImageAber dann kam schliesslich unsere Band des Monats Juni auf die Bühne: MONO INC. Schon im letzten Jahr spielten Mono Inc. auf dem Castle Rock da allersdings als Opener. Nun ein Jahr später schon als Co-Co- Headliner. Das nenn ich mal einen rasanten Aufstieg. Wie gewohnt ging Martin Engler auch direkt in die Vollen und mit "This is the Day" began ein rockiger Auftritt. "Gothic Queen" schien nicht nur für mich ein Highlight zu sein und beim Cover von Iggy Pops "The Passenger" zeigte Martin, dass er auch alleine an der Gitarre die Besucher begeistern kann.

ImageNatürlich gab es auch "Forgiven" und das geniale "Voices of Doom" (schon das Video gesehen???) den Titelsong der aktuellen CD und Tour. Nicht vergessen darf man an dieser Stelle das superbe Solo von Drummerin Katha Mia, die wiedermal die Fans begeisterte... Und nach 75 Minuten ging der Auftritt von Mono Inc. mit "Get some Sleep" leider zuende, mein persönliches Highlight des Tages.

ImageAls nächstes kamen dann Diary of Dreams auf die Bühne. Mit einer melancholischen Mischung aus düsterem Synthie Klängen (played by Leandra) und eingängigen Gitarrenriffs (Gaun:A) intonierte Adrian Hates seine tiefgängigen Songs vor dem lauschendem Publikum. Zum Auftakt gab es "The Wedding" gefolgt von "The Plague" und im weiteren "Chemicals" und "She and her Darkness". Die Kombination aus Schloss-Ambiente und einbrechender Dunkelheit passte hier natürlich wie Faust auf Auge. Dies war der dritte und sicherlich auch nicht letzte Auftritt von Diary of Dreams auf dem Castle Rock Lächelnd

 

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Headliner am Samstag waren dann die Letzte Instanz. Das ist schon fast ein sportliches Wochenende Winken Zeitgleich mit dem Castle Rock in Mülheim findet/fand ja das Zita Rock im Berlin statt. Dort  traten am Samstag die Headliner vom Castle Rock Freitag auf, dito sollte es dann mit dem Headliner vom Samstag werden Lächelnd Da hatte Michael mal wieder die Nase ein Stückchen vorne Unschuldig

ImageAber zum Castle Rock Auftritt. Mit viel Feuer und Schwefel ging es los zu "Mein Engel". Die Dresnder Kombo ist ja bekannt für ihre Unkaputtbarkeit. Ich glaube keine Band hält das Dauerhüpfen so durch die die Letzte Instanz. Der Duracell-Hase würde vor Neid erblassen. Und dabei wird dann auch noch gekonnt Violine gespielt. Wie macht der das? Bei "Maskenball" war dann die Menge gut in Fahrt und zu "Kalter GLanz" gab es wieder Extra Hüpfer ;-). Respekt.

Neuzugang Drummer David scheint sich auch gut in die Band eingelebt zu haben. Alles passte und ich denke, die Band war auch nicht zum letzten Mal auf dem Castle Rock...

90 Minuten später und 20 (!) Songs später war das Castle Rock 2010 zuende. Ein gelungenes Festival, das es schwer haben wird in 2011 übertroffen zu werden Lächelnd
Wir freuen uns schon auf das Burgfolk am 27. und. 28. August 2010.
(Caretaker)

 


Konzertfotos gibt es in der Fotogallerie... hier
Castle Rock im Web: http://www.castlerock-festival.de
Und zum Burgfolk geht es hier lang: http://www.burgfolk-festival.de


 
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